ALIEN-AUTOPSIE III
DER SANTILLI-FILM
Dieser Film über eine angeblich echte Alien-Autopsie wurde 1995 auf einer Pressekonferenz von einem gewissen Ray Santilli veröffentlicht und ging anschließend um die ganze Welt. Santilli behauptet, er habe den Film von einem ehemaligen amerikanischen Militärkameramann erworben. Durch den Santilli-Film wurde die allgemeine Diskussion um Außerirdische und UFOs neu angeheizt und erstmalig erhielt die breite Öffentlichkeit vermeintliches Beweismaterial. Der in schwarzweiß gedrehte, etwa 16 Minuten lange Film stellt die Autopsie einer Leiche (nachfolgend Außerirdischer genannt) dar, der im Jahre 1947 bei einer angeblichen UFO-Havarie wenige Wochen nach dem UFO-Absturz von Roswell vorgefunden worden sein soll. Der Außerirdische sei daraufhin vermutlich in ein Labor in Fort Worth, Texas gebracht und dort untersucht und obduziert worden. Laut Ray Santilli wurde der Film Anfang Juni 1947 gedreht. Der Kameramann hatte sich Sicherheitskopien des Materials gemacht, die er Jahrzehnte später an den Briten verkaufte. Der Film löste eine breite Debatte darüber aus, ob die vorgestellte Autopsie eines Außerirdischen realistisch sei, oder ob es sich lediglich um eine hervorragend gemachte Fälschung handle. Zum einen wird in Frage gestellt, ob die im Film dargestellten Materialien sowie die Raumausstattung bereits im Jahre 1947 existiert haben können. Besonders wird dabei über ein schwarzes Wandtelefon diskutiert, welches im Hintergrund zu sehen ist und offensichtlich über ein Spiralkabel verfügt. Recherchen der Befürworter des Materials ergaben jedoch, dass sowohl das Telefon wie auch das Spiralkabel 1947 bereits auf dem Markt waren. Der Kameramann, der die ganze Zeit um den Tisch herumgeht, um die Arbeit der Pathologen zu filmen, vermeidet jede Nahaufnahme der Ärzte sowie jede Aufnahme der anderen beiden Seiten des Raums. Die Belichtung im Raum ist schlecht und die Aufnahmen teilweise unscharf. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass die amateurhaft wirkenden Aufnahmen, das kleine Labor sowie die Tatsache, dass das Ärzteteam nur aus zwei Mann besteht, für eine Forschungsarbeit von so einmaliger und elementarer Bedeutung für die Menschheit unangemessen wirken. Andererseits ist der Aspekt der strikten Geheimhaltung zu beachten. Erstaunlich ist auch, dass die beiden Ärzte Strahlenschutzanzüge mit kleinen Glassichtfenstern tragen, obwohl am Fundort in Roswell keine radioaktive Verseuchung gemessen wurde. Als Schutz vor einer virologischen Verseuchung erscheinen die Anzüge ebenfalls unpassend, denn dafür hätten die Ärzte zusätzlich ein Atmungsgerät tragen müssen. Des Weiteren wird die obduzierte "Leiche" selbst in Frage gestellt. Dabei könnte es sich einerseits um die echte Leiche eines Menschen mit genetisch bedingten Besonderheiten handeln (denkbar wäre z. B. C-Syndrom, Polydaktylie, Progerie oder Turner-Syndrom), dessen optische Krankheitsmerkmale dem Aussehen des dargestellten Außerirdischen sehr nahe kommen. Andererseits kommt auch eine hervorragend gemachte Filmattrappe in Frage. Letzteres wäre allerdings kaum denkbar, sollte der Santilli-Film tatsächlich in den 1940er Jahren gedreht worden sein, da zu diesem Zeitpunkt die Filmtricktechnik noch nicht so weit entwickelt war. Darüber hinaus wurden auch Pathologen zu Rate gezogen, um die Arbeit der im Film gezeigten Ärzte zu beurteilen. Die Experten kamen dabei zu dem Schluss, dass die "Filmärzte" alle üblichen Formen und Abläufe einer konventionell sowie einer wissenschaftlich durchgeführten Autopsie missachteten und eher unprofessionell vorgingen. Unterstützt werden die Zweifler auch dadurch, dass der Santilli-Film an allen wesentlichen Stellen der Obduktion wie z. B. der Bauchöffnung oder der Kopföffnung des vermeintlichen Außerirdischen Filmschnitte aufweist, die den flüssigen Ablauf der Obduktion nicht darstellen können und somit genügend Spielraum für Veränderungen an einer potentiellen Attrappe erlauben. Außerdem fehlt bis heute eine abschließende Analyse des gesamten Santilli-Filmmaterials auf den Zeitpunkt der Herstellung und Film-Entwicklung. Zwar wurden Teile des Filmes bereits von Kodak geprüft und auf die 1940er Jahre datiert, doch handelte es sich dabei ausnahmslos um Zelluloid-Fragmente, die weder den Autopsie-Raum noch die Leiche des Außerirdischen ablichteten. Ray Santilli verweigert jede Herausgabe des Original-Filmmaterials mit Aufnahmen der Autopsie zur Untersuchung durch Kodak und eine unabhängige Kommission. Abschließend kann kann man sagen, da? der Santilli-Film eine Fälschung ist, denn am 4. April 2006 zeigte der englische Fernsehsender „Sky One“ eine Dokumentation, in der sich Ray Santilli, der Produzent des Films, dazu bekannte, den Film 1995 gedreht zu haben. Das Alienmodell wurde von John Humphreys, einem Experten für Spezialeffekte beim Film, hergestellt. Dieser gestand ferner, auch einen der Autopsie-Ärzte im Film gespielt zu haben. Ray Santilli behauptet allerdings, dass es sich bei dem Projekt um eine Nachfilmung einer real stattgefundenen Autopsie handle, deren Filmmaterial er und sein Partner Gary Shoefield 1992 fanden und welches stark zersetzt war. Deshalb baten sie John Humphreys um Unterstützung, indem er das, was sie ihm vorführten, interpretieren und auf Basis dessen ein entsprechendes Autopsie-Modell für ihren Film anfertigen sollte.
Videolänge: 16:41





















































































Thrive
Lelouch, 2012-04-05 05:23Bemerkenswert ! mir fehlen die Worte. Ich finde da ...
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Dinge, die es nicht geben dürfte
Corbuse, 2012-03-02 15:13sehr schönes interview
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Meerjungfrau? I
PsyGift, 2012-02-16 15:57Das sieht irgendwie aus wie eine Gipspuppe. :-D
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PsyGift, 2012-02-16 15:35Nun ja, ich will ja nicht unhöflich sein, aber ic ...
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