DIE BIBEL DES TEUFELS
DOKUMENTATION
Der Codex Gigas, auch "Die Bibel des Teufels" oder "Teufelsbibel" genannt, ist die größte, bis heute erhaltene mittelalterliche Handschrift der Welt. Der 75 Kilogramm schwere Wälzer wurde im frühen 13. Jahrhundert im böhmischen Kloster Podlažice geschaffen und enthält neben einer Abschrift der Bibel u. a. Isidor von Sevillas Etymologie, die Antiquitates Judaicae des jüdischen Historikers Flavius Josephus und verschiedene andere Schriften und Traktate. Nach einer Legende wurde der Kodex von einem Mönch geschrieben, der die Disziplinregeln gebrochen haben und deshalb verurteilt worden sein soll, lebendig eingemauert zu werden. Damit ihm diese harte Strafe erlassen werde, versprach er, zur Lobpreisung des Klosters in einer einzigen Nacht ein Buch zu schreiben, das das gesamte menschliche Wissen enthalten sollte. Nahe Mitternacht erkannte er, dass er diese Aufgabe nicht allein erledigen konnte und verkaufte dem Teufel seine Seele. Der Teufel vervollständigte das Manuskript, und der Mönch fügte das Bild des Teufels hinzu, um so auf den wahren Autor hinzuweisen. Die Schrift ist eine karolingische Minuskel. Schriftanalysen legen nahe, dass der Kodex nur von einer Person geschrieben wurde, die namentlich jedoch unbekannt geblieben ist. Die Aufzeichnungen im Kodex enden 1229. Der Kodex enthält die komplette Bibel, Isidor von Sevillas Etymologiae, Flavius Josephus Antiquitates Judaicae, Cosmas von Prags Chronica Boemorum, verschiedene Traktate (bezüglich Geschichte, Etymologie und Physiologie), einen Kalender, eine Liste von Brüdern des Klosters, Wunder und andere lokale Aufzeichnungen. Das ganze Buch ist in Latein geschrieben und enthält viele Illuminationen in Rot, Gelb, Grün und Gold. Großbuchstaben sind sorgfältig ausgestaltet, häufig auf der ganzen Seite. Der Kodex weist einen gleichbleibenden Stil auf, und die Art des Schreibens zeigt keine Veränderungen etwa auf Grund von Alter, Krankheit oder Stimmung. Das mag ein Grund für die Annahme sein, dass das Buch in kurzer Zeit fertiggestellt wurde. Der Kodex wurde 1245 in das Zisterzienserkloster Sedletz verbracht und 1477 in das Benediktinerkloster in Breunau, wo er bis 1593 in der Klosterbibliothek aufbewahrt wurde. Danach wurde er in die Prager Kuriositätensammlung des Kaisers Rudolf II. eingefügt. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die ganze Sammlung als Beute von der schwedischen Armee beschlagnahmt. Seit 1649 wird das Manuskript in der Kungliga Biblioteket in Stockholm aufbewahrt.
Videolänge: 42:44























































































Der Tod des Universums
Dennis, 2012-05-20 23:19@ Kay.... Vieles in der Physik ist absurd und gar ...
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Der Tod des Universums
Kay, 2012-05-19 16:43Hallo Leute, also zunächst mal möchte ich sage ...
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Thrive
Lelouch, 2012-04-05 05:23Bemerkenswert ! mir fehlen die Worte. Ich finde da ...
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Dinge, die es nicht geben dürfte
Corbuse, 2012-03-02 15:13sehr schönes interview
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