Die City (1976) Die City (1976) Die City (2001) Die City (2006) Die City in 3D (2006) Die City in 3D (2006)
DIE "CITY" (1976 & 2006)
PYRAMIDENSTADT?

Fotos: NASA/JPL/University of Arizona ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

DIE MARS-PYRAMIDEN
D&M-PYRAMIDE UND DIE CITY



Am 25. Juli 1976 machte die NASA-Sonde Viking-1 die ersten Fotos der Cydonia-Region. Diese Bilder wurde in 321.024 Pixel zerlegt und zur Erde gefunkt, wo sie im National Space Science Date Center in Greenbelt, Maryland auf unzählige Computerbänder gespeichert wurden. Ausgewertet wurden die Bilder schließlich im Goddard Space Flight Center. Es gibt verwirrenderweise unterschiedliche Angaben zur Entdeckung der Marsmonumente. Zum einen wird berichtet, daß die NASA schon wenige Tage nach Erhalt der Fotos, das Bild mit dem Marsgesicht veröffentlichte.
Die Große Pyramide (1976) Die Große Pyramide (2001) Die Große Pyramide (2001)
DIE GROßE PYRAMIDE IN DER CITY
KÜNSTLICHES BAUWERK?

Fotos: NASA/JPL/University of Arizona
ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

Zum anderen wird erzählt, daß der NASA- Wissenschaftler Vincent di Pietro erst im Jahre 1980 das Gesicht auf dem Foto "35A72" (nur City-Ausschnitt), sowie auf dem kurze Zeit später gemachten Foto "70A13" (nur City-Ausschnitt) entdeckt haben soll. Aber wie dem auch sei, auf beiden Fotos war nicht nur das Marsgesicht zu erkennen, sondern auch verblüffend symmetrisch aussehende Pyramiden mit vier und auch fünf Seiten. Man glaubte, in dem Cydonia-Bereich, den man die “City” taufte, eine regelrechte Pyramidenstadtentdeckt zu haben, in der drei vermeintliche Pyramiden zu erkennen waren, deren Anordnung später sogar mit den Pyramiden von Gizeh verglichen wurden. Als markant wurden hauptsächlich die sogenannte “Große Pyramide” oder auch “Hauptpyramide” angesehen, sowie eine daneben befindliche Pyramide mit dem Namen  “Fort” (wie Festung), das einer zerstörten oder
Das Fort (1976) Das Fort (2001) Das Fort (2006)
DAS "FORT" IN DER CITY
NUR EIN VERWITTERTER BERG?

Fotos: NASA/JPL/University of Arizona
ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

eingefallenen Pyramide ähnelte. Direkt unter der großen Pyramide erkannte man noch eine weitere kleinere Pyramide, die wiederum der großen sehr ähnlich sah. Man mag darüber diskutieren wollen, aber auf den Fotosvon Viking-1 sehen die Formationen tatsächlich wie echte Pyramiden aus, was den Hype und die ehemals sensationellen Vermutungen dazu verständlich werden läßt. Erstrecht wenn man sich die, ein paar Kilometer südlich der City befindliche sogenannte D&M-Pyramide anschaut. Diese Pyramide ist fast doppelt so groß wie die große Pyramide mit scheinbar fünf perfekt symmetrischen Seitenkanten, wobei eine Seite schon starke Verwitterungsspuren aufweist. Bei der Auswertung der Bilder bekam Vincent di Pietro schließlich noch Unterstützung vom NASA-Wissenschaftler Gregory Molenaar. Zusammen begannen
Die D&M-Pyramide (1976) Die D&M-Pyramide (2003) Die D&M-Pyramide (2006)
DIE D&M-PYRAMIDE UNTERHALB DER CITY
VERBLÜFFENDE SYMMETRIE ODER ZUFALL?

Fotos: NASA/JPL/University of Arizona
ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

sie einige Zeit später, mit einem eigens von ihnen entwickelten Computer-Analyseverfahren namens "Starbust Pixel Interleaving Technique" (SPIT) die Auflösung und Qualität der Bilder erheblich zu verbessern und die Theorien über einen künstlichen Ursprung der geheimnisvollen Formationen erhärteten sich. Dem Team schloss sich später dann auch Richard C. Hoagland an, der wiederum in Zusammenarbeit mit dem Geologen Erol Torun die Geometrie der einzelnen Monumente in der Cydonia-Region zu untersuchen begann. Hoagland behauptet bis heute, in dieser Region eine Heilige Geometrie entdeckt zu haben, wobei die Pyramiden und das Marsgesicht gewissen Gesetzmäßigkeiten unterliegen würden, die nach seinen Angaben auf einen künstlichen Ursprung der Monumente schließen lassen. Er berechnete die zwischen den Pyramiden liegenden Winkel und entdeckte, daß sie ein von einer Kugel umschlossenes Tetraeder beschrieben. Wenn man zwei Tetraeder so in einer Kugel einschrieb, daß jeweils eine Spitze mit den Polpunkten zusammenfällt, berühren die Winkel der Dreiecksgrundflächen die Kugel bei jeweils 19,47° (aufgerundet 19,5°) nördlicher, beziehungsweise südlicher Breite. Richard Hoagland konnte beweisen, daß sich dieses
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DAS 19.5 °-PHÄNOMEN
MIT RICHARD C. HOAGLAND


Richard C. Hoagland, Autor und bekanntester Verfechter der Cydonia- Theorie berichtet über die unglaublichen geometrischen Phänomene in Cydonia.
Winkelmaß bei den Marspyramiden ständig wiederholte und kam so zu dem Schluss, eine ganz
Die D&M-Pyramide in 3D (2003) Die D&M-Pyramide in 3D (2006)
DIE D&M-PYRAMIDE
COMPUTERANIMIERTE 3D-ANSICHT

Fotos: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

besondere Winkelfunktion entdeckt zu haben, nach denen die ungewöhnlichen Formationen in der. Cydonia-Region ausgerichtet und miteinander verbunden sind. Und dies ist tatsächlich der Fall! Hoagland schrieb Bücher zum Thema, forderte weitere Forschungen, hielt Vorträge, sogar bei der NASA, und ging auch ins Fernsehen. Er machte die "Cydonia-Theorie" schon fast salonfähig, jedoch wird diese Theorie von der Fachwelt vehement bekämpft. Es war klar: Neue und bessere Fotos mußten her, um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Dafür ließ sich die NASA jedoch 22 Jahre Zeit. Erst im April 1998 überflog die amerikanische Marssonde “Global Surveyor” (MGS) erneut die Cydonia-Region. Auf den neuen Fotos waren, im Gegensatz zu den ersten neuen Fotos des Marsgesichts, die Pyramiden weitaus besser zu erkennen. Die ehemals scharfen und geraden vertikalen Kanten entpuppten sich als etwas ungerade. Auch die Pyramiden-Spitzen sind eher abgerundet. Für die NASA lag es jetzt glasklar auf der Hand: Die Pyramiden seien keine künstlichen Formationen, sondern eher pyramidenförmige Berge. Die Skeptiker wiederum fühlten sich genauso bestätigt, denn immer noch seien die Pyramiden als solche zu erkennen und zu deuten, da eine Jahrzehntausende währende Erosion natürlich ihre Spuren hinterläßt und die Kanten, Spitzen und Seitenflächen aufgrund der Verwitterung, ihre Perfektion und Symmetrie verlieren. 2001 machte “Global Surveyor” weitere und noch bessere Fotos mit einem Laser-Höhenmessgerät, um auch 3D-Bilder herstellen zu können. Und auch 2006 wurden die ersten Cydonia-Fotos der ESA-Sonde “Mars Express” (MEX) veröffentlicht, die mit der Stereokamera HRSC (High Resolution Stereo Camera, Hochauflösende Stereokamera) aufgenommen wurden. Auf Basis dieser HRSC-Daten in Verbindung mit den Daten von “Global Surveyor” war es jetzt möglich, die besten 3D-Bilder zu berechnen, die je von der Cydonia-Region gemacht wurden. Die Fronten blieben jedoch auch nach diesen Bildern verhärtet. Aber es stellte sich beim
Weitere Mars-Pyramide (1976) Weitere Mars-Pyramide (2003) Weitere Mars-Pyramide (2004)
NEUE PYRAMIDEN IN ELYSIUM- UND UTOPIA-REGION
VIKING-1 ORBITER & GLOBAL SURVEYOR

Fotos: NASA/JPL/University of Arizona

sogenannten “Fort”, der vermeintlichen eingefallenen Pyramide, eindeutig heraus, daß es sich nur um einen natürlichen Berg handelte - dies war ganz klar auf den neuen MGS- und MEX-Fotos zu sehen. Die D&M-Pyramide ist jedoch nach wie vor interessant. Es mag Zufall sein, aber trotz Verwitterung erweckt sie immer noch den Anschein eines künstlichen Ursprungs, erstrecht nach Meinung Richard C. Hoaglands, der auf seiner Website immer wieder die neuen und alten Fotos von Cydonia auswertet und durchaus zu interessanten Ergebnissen kommt, aber das ist natürlich Ansichtssache. Im Grunde genommen wird erst eine bemannte Landung und direkte Forschungen in der Cydonia-Region endgültig Klarheit in diese Diskussion bringen. Übrigens wurden mittlerweile noch weitere Pyramiden auf dem Mars entdeckt, wie z.B. auf alten Fotos von Viking-1 aus der Elysium-Region, sowie auch auf einem neueren MGS-Foto aus der Utopia-Region. 2004 machte “Global Surveyor” wiederum Aufnahmen einer weiteren Pyramide. Wie in alles in der Welt sollen so viele pyramidenförmige Formationen rein zufällig entstehen? Durch Wind und Wetter? Entscheiden Sie selbst!


Quellen: enterprisemission.com, nasa.gov, esa.int,
Richard C. Hoaglands "Die Mars-Connection", oi.uchicago.edu
Fotos: nasa.gov, esa.int, FU Berlin, Richard C. Hoagland





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