Der Hammer von Texas
DER BERÜHMTE HAMMER VON TEXAS
140 MILLIONEN JAHRE ALT?

Foto: Tatjana Ingold

DER HAMMER VON TEXAS
DAS LONDON-ARTEFAKT



1934 wurde in der Nähe der US-Kleinstadt London in Texas ein äußerst kurioser Fund gemacht: Ein in einem Stein eingeschlossener Hammer, den „Hammer von Texas“, oder seit Anfang der 80’er Jahre auch das „London-Artefakt“ oder "Hammer von London" genannt. Eine gewisse Emma Hahn war mit ihrem Mann und ihrem Sohn auf einer Wanderung entlang des Baches „Red Creek“ unterwegs, als sie am Ufer nahe eines Wasserfalls einen seltsamen großen Stein erblickte, aus dem ein Stück Holz herausragte. Es schien so, als sei das Stück Holz mit dem Stein „verknotet“. Man nahm den Stein mit nach Hause und erst über 10 Jahre später, 1946 oder 1947, wurde der Stein vom Sohn der Hahns zerbrochen, wobei der Hammerkopf sichtbar wurde. Andere Forscher berichten auch, daß der Hammerkopf schon zum Zeitpunkt des Fundes sichtbar gewesen sein soll. Leider gibt es keine Fotos oder eine verlässliche Dokumentation des Fundes,
Der Hammer von Texas
DAS LONDON-ARTEFAKT
URZEITLICHER HAMMER?

Foto: David Lines

so daß man hier wie fast immer auf Berichte Dritter angewiesen ist. Deren zufolge zeigte der Hammerkopf nur sehr wenige Oxidationsspuren. Das Metall muß mal sehr glatt gewesen sein, aber inzwischen ist es etwas rau und verrostet und mit einer bräunlichen, fossilen Beschichtung behaftet. Der Hammerkopf ist grundsätzlich rechteckig, ca  15 cm lang und ca. 3 cm im Durchmesser. Die Seitenkanten sind aber wenig ausgeprägt und relativ abgerundet. Der Griff soll angeblich zum Teil versteinert sein. Der Hammerkopf war bei seiner Entdeckung angeblich komplett von Kalkstein umschlossen (nach anderen Quellen  nicht komplett).
Die Kleinstadt London
UMGEBUNG DER STADT LONDON
IN TEXAS, USA

IN GOOGLE EARTH


Die Kleinstadt London im südlichen US-Bundesstaat Texas. Hier in der Umgebung, am kleinen Bach "Red Creek", wurde der ungewöhnliche Hammer gefunden. (Foto: © Google Earth/US DA Farm Service Agency/Tele Atlas).
London in Google Earth
/ Maps
Einige Wissenschaftler schließen daraus, dass er älter oder zumindest genauso alt sein muß, wie das Gestein, dessen Alter wiederum von Geologen auf mindestens 140, eventuell auch 400 Millionen Jahren geschätzt wird! Nach der allgemeinen Lehrmeinung könnten Hämmer mit Metallkopf frühestens erst 5.500 v. Chr. hergestellt worden sein und die Menschheitsgeschichte an sich soll gerade mal 4 Millionen Jahre alt sein. Wenn das Alter des Hammers also stimmen sollte, würde das bedeuten, daß der Mensch schon seit mindestens 140 Millionen Jahren und vor dem Affen existiert hat. Ein absoluter Widerspruch zu den Ansichten der anerkannten der Wissenschaften. 1989 wurde das Metall des Hammers vom Metallurgischen
Der Hammer von Texas Der Hammer von Texas Der Hammer von Texas
EINIGARTIGES METALL
DER HAMMER BESTEHT AUS
FAST REINEM EISEN

Fotos: Glen J. Kuban

Institut „Batelle Memorial Laboratory“ im US-Bundesstaat Ohio mit einem Elektronenmikroskop untersucht, um der Struktur und Zusammensetzung des Stahls auf den Grund zu gehen. Man fand schließlich heraus, daß die chemische Zusammensetzung des Hammerkopfes aus 96,6% Eisen, 2,6% Chlor und 0,74% Schwefel besteht. Das bedeutet, daß der Hammerkopf aus fast reinem Eisen besteht, ohne weitere Beimengungen oder Verunreinigungen. Röntgenaufnahmen des Metalls ergaben außerdem, daß der Stahl des Hammerkopfes keine Blasen oder Unregelmäßigkeiten aufweist und auf irgendeine besondere Art und Weise vergütet und gehärtet worden sein muß, was nur mit hoch entwickelter Technologie möglich sein soll. Ingenieur und Archäologe Dr. Hans-Joachim Zillmer schreibt, daß bei allen uns bekannten Herstellungsprozessen von hochwertigem Stahl Verunreinigungen durch Silizium oder Kohlenstoff entstehen und daß eine Stahlerzeugung
Der Hammer von Texas Gold-Artefakt aus der Burrows-Höhle Der Hammer von Texas
HAMMERKOPF & SCHAFT
DETAILANSICHTEN

Fotos: David Lines

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ohne diese Verunreinigungen gar nicht möglich ist. In diesem Metall jedoch sind keinerlei Spuren von Silizium oder Kohlenstoff zu finden und auch andere uns zur Stahlveredlung bekannte Beimengungen wie Kupfer, Titan, Mangan, Kobalt, Molybdän, Vanadium, Wolfram oder Nickel konnten nicht nachgewiesen werden. Hochwertiger Stahl in der hier vorliegenden Zusammensetzung kann durch unsere modernen Verarbeitungsmethoden also gar nicht hergestellt werden, schreibt Zillmer. Andere Forscher sind eher skeptisch was das Alter des Hammers betrifft. Man nimmt nämlich an, daß das gute Stück auch ein Bergarbeiter in der jüngeren Geschichte verloren haben kann und daß das lockere Gestein um den Hammer herum aufgrund schnell fortschreitender Sedimentierung im Boden durch lösliche Minerale gehärtet wurde und der Hammerkopf so von Stein umschlossen wurde.
Der Hammer von Texas
HAMMER UND BRUCHSTÜCK
UNGEWÖHNLICHES ARTEFAKT

Foto: unbekannt
Der Autor John R. Cole stellte hierzu schon 1985 fest, daß der Hammer durchaus vergleichbaren Hämmern gleicht, wie sie schon im 19. Jahrhundert von amerikanischen Bergleuten benutzt wurden. Auch der Autor G. J. Kuban zweifelt an einer sensationellen Besonderheit des Hammers von Texas. Er selbst habe das Artefakt untersucht und konnte wohl keine Versteinerung am Schaft feststellen. Zudem gibt er an, daß das Holz des Griffes verhältnismäßig frisch aussehen und sich von normalen alten Harthölzern kaum unterscheiden soll. In den späten 90’er Jahren soll das Holz noch mal mit Hilfe der C14-Methode untersucht worden sein, die ein Alter von ca. 300-700 Jahren ergab. Forscher, die an den urzeitlichen Ursprung des Hammers glauben, räumen ein, daß das Holz schon sehr lange durch organische Substanzen kontaminiert wurde und damit für eine Altersdatierung unbrauchbar sei.  Dieses Pro und Contra was das Alter des Hammers betrifft zieht sich nunmehr seit bald 30 Jahren hin. Die allgemeine Wissenschaft ist der Meinung, daß der relativ junge amerikanische Stil des Hammers und der weitgehend unverfälschte und kaum versteinerte Zustand des Griffs eher auf ein junges Alter schließen lassen. Dagegen steht aber die Tatsache, daß die Zusammensetzung des Metalls wirklich außerordentlich und einzigartig ist, wie man es heutzutage tatsächlich nicht herstellen könnte. Wie ist das zu erklären? Der Hammer befindet sich zurzeit im Creation Evidence Museum in Glen Rose in Texas, USA.

fast-geheim.de - 02/2009
Quellen: Glen J. Kuban http://paleo.cc/paluxy/hammer.htm
David Lines http://home.texoma.net/~linesden/cem/hamr/hamrfs.htm
Dr. Hans-Joachim Zillmer http://www.efodon.de/html/archiv/vorzeit/zillmer/evolution.htm


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