ZEITREISEN - EIN MENSCHHEITSTRAUM
DOKUMENTATION
Vor Einstein war die Zeit etwas Absolutes. Sie floss dahin wie ein Strom, und wir schwammen darin wie eine Nussschale auf den Wellen. Den Gang der Zeit beschleunigen, oder gar ihn umkehren - das war in der klassischen Physik undenkbar. Wir können den heutigen Morgen nicht ein zweites Mal erleben. Und wir können weder die kaputte Tasse wieder zusammen setzen, noch das Ei zurück in die Schale bekommen. Die Fundamentalgesetze der Physik sind bis auf eine kleine Ausnahme in der Elementarteilchenphysik invariant unter Zeitumkehr. Sie lassen also einen Prozess, der in einer Richtung abläuft, auch in der umgekehrten Richtung ablaufen. Wenn man Billardkugeln stößt, dann sind diese Stoßprozesse, die auf dem Billardtisch stattfinden, auch in der umgekehrten Richtung möglich. Das große Rätsel ist nur, wie kommt es in der makroskopischen Welt zustande, dass eine Zeitrichtung ausgezeichnet ist? Dass Glasteile wieder vom Boden heraufspringen und sich zu einem Glas zusammen fügen, diesen Prozess beobachtet man nicht. Mit Einstein begann in der Physik vor knapp hundert Jahren ein neues Denken. Er zeigte in seiner Speziellen Relativi-tätstheorie von 1905, dass Zeit keine absolute Größe ist. Während einer Zugfahrt zwischen Ulm und Stuttgart wurde ihm klar, dass die Zeit in Systemen, die sich relativ zueinander bewegen, unterschiedlich verläuft. Sie dehnt sich, wenn man sich schnell fort bewegt. Bei dem Tempo, wie wir sie normalerweise erleben, bemerkt man das nicht. Aber bei hohen Geschwindigkeiten werden die relativistischen Effekte messbar. Einstein ging von einem Kindheitstraum aus: Wie wäre es, auf einem Lichtstrahl zu reiten? Nach langen Überlegungen und Rechnungen führte diese kindliche Fantasie zu einem frappierenden Schluss: Je schneller wir uns bewegen, umso langsamer vergeht die Zeit. Für den Lichtstrahl steht sie sogar still. Das Licht altert nicht. Das alte Weltbild mit seiner absoluten, stetig dahinfließenden Zeit lag in Scherben. Es wurde klar, dass die Zeit nun langsamer verging, je schneller man sich bewegt. Die absolute Obergrenze der Speziellen Relativitätstheorie ist allerdings die Lichtgeschwindigkeit. Nach Einstein kann kein Körper sich schneller bewegen als das Licht. Dieses Geschwindigkeitslimit verbietet die Zeitreise in die Vergangenheit. In Köln experimentiert man genau mit der absolute Obergrenze der Speziellen Relativitätstheorie. Durch einen Spalt zwischen zwei Prismen schicken Forscher Information mit Überlichtgeschwindigkeit. Dabei wird ein Effekt aus der Quantentheorie ausgenutzt, das so genannte Tunneln. Dabei hüpfen die Lichtteilchen von einem Plexiglasblock zum anderen und brauchen dazu überhaupt keine Zeit. Trotzdem ermöglicht auch dieser Zeitsprung keine Reise in die Vergangenheit. Dagegen wirkt das Kausalitätsgesetz und die zeitliche Ausdehnung des Signals. (Quelle: 3sat.de)
Videolänge: 28:00




















































































Dinge, die es nicht geben dürfte
Administrator - fast-geheim.de, 2012-01-29 13:48Video wurde aktualisiert und ist wieder online!
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Dinge, die es nicht geben dürfte
Christian, 2012-01-29 13:04Ich habs zu Glück noch gesehen sehr geile Artefak ...
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Thrive
Christian, 2012-01-29 12:57Alles sehr schlüssig erklärt auf jedenfalls bess ...
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Dinge, die es nicht geben dürfte
Oeddit, 2012-01-27 00:47video down
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